Samstag, 2. August 2008

Die reinste Drecksarbeit…

Da sich auf der Fahrt nach Nürnberg der Getriebeausgangsdichtungsring verabschiedet hat, fanden wir uns wieder als Gäste bei den Sternschraubern in Neusörnewitz ein. Da wir den kompletten Auspuff abnehmen mussten, fuhren wir den 3er bereits am Freitagabend in die Halle. Allerdings sollte man nicht vergessen das Licht auszumachen…
Am nächsten morgen ging gar nichts, Batterie leer. An sich kein Problem, dachten wir. In der Halle standen schließlich mehr als genug Ladegeräte. Also Batterie angeschlossen und während unserer Schraubertätigkeit laden lassen.
Den 3er haben wir dann ohne große Mühen auf die Bühne geschoben, wiegt ja kaum was der Kleine. Als erstes bauten wir die komplette Auspuffanlage ab, der Endtopf zeigte sich in einem ausgezeichneten Zustand, nur die Lage der Krümmerschrauben ist nichts für große Hände. Auch der Ausbau der Hitzeschutzbleche und des Kardans war nach kleineren Hindernissen überwunden. Nun der Showdown: Die sagenumwobene Getriebemutter musste gelöst werden. Da der Getriebezapfen sehr weit heraussteht und das Innenmaß des Kardansterns recht klein war, lieh ich mir von einem Kollegen (www.is-motorsport.de) eine Spezialnuss, die auf jeden Fall passen sollte. Falk, jetzt passt sie auch! Wir waren so frei und haben 2,4mm der Nuss abgedreht.
Jetzt passte zwar die Nuss, aber die Mutter ließ sich trotzdem nicht lösen. Als weiterhin schwierig stellte sich das Blockieren des Getriebes heraus. Gang einlegen reichte nicht aus, so dass die XXXL - Rohrzange Modell „Western Railway Company“ wieder ihren Einsatz feiern konnte. Nach 30min, besagter Rohrzange und einer 2m Verlängerung für die Nuss löste dich die Mutter endlich. Den Kardanstern zog schließlich ein Baumarktabzieher von der Welle, der nach Aussage unseres Gastgebers noch nie etwas gelöst hat. Nun lag der Dichtring frei, der nach einiger Fummelei, Schraubenzieher Modell „Kirmesgewinn“ mit umgebogener Spitze kam erfolgreich zum Einsatz, getauscht war. Nun stand noch der Dichtring des Schaltgestänges an. Dies erwies sich als der mit Abstand fummeligster Teil. Nach einer gefühlten Ewigkeit pulten wir den Ring von der Welle und schlugen den neuen mit einem Zündkerzenstecker wieder ein. Bei dieser Gelegenheit überholten wir auch gleich das ausgeschlagene Schaltgestänge. Als Übeltäter erwies sich ein T-Stück am Ende der Getriebestange. Mit Neuteilen komplettiert ging der Zusammenbau des Schaltgestänge und des Getriebeabtriebflasches zügig von der Hand. In kaum einer halben Stunde hing auch wieder der Auspuff unter dem Auto.
Einzig das Auffüllen des Getriebeöls erforderte aufgrund der beengten Platzverhältnisse für Probleme. Aber ein zerschnittener Ölbehälter und eine Arterienklemme (sucht euch eine Krankenschwester o.ä. als Freundin, die kann einem mit dem besten Spezialwerkzeug versorgen) lösten das Problem.
Nun sollte wieder die Batterie an ihren Fleck. Allerdings zeigt sich keine Leistung mehr, der Anlasser tat keinen Mucks. Nach der langen Standzeit und den letzten Kurzstrecken hat die Tiefentladung über Nacht der Batterie wohl den Rest gegeben. Die 5h Ladezeit hätten wenigstens für das Betreiben der Innenraumbeleuchtung ausreichen müssen. Kurzentschlossen nutzten wir die 20% Aktion im Praktiker und kauften eine neue 53Ah Batterien. Da mein 3er keine elektrischen SA-Wunder besitzt und er auch keinen Winterbetrieb stemmen muss, sollte keine 66Ah Batterie mehr nötig sein. Nebenbei: Die Preise für Batterien sind momentan gerade zu unmenschlich…
Damit hat der 3er an diesem Wochenende wieder mal Neuteile im Wert von 100eu gefressen.

Freitag, 1. August 2008

Lederlenkrad aufbereiten

Bereits vor 2 Monaten hatten wir ein erstes Mal das Lenkrad nachgefärbt. Leider zeigte sich das Ergebnis nicht als befriedigend, so dass diesmal härtere Mittel eingesetzt werden müssen. Die Oberfläche des Leders zeigt sich sehr abgegriffen und uneben. Mit 600er Schleifpapier wurde die Oberfläche angeschliffen und anschließend gereinigt. Mit schwarzem Lederfärber vom Lederzentrum wurde anschließend gefärbt und abschließend versiegelt.

Montag, 28. Juli 2008

Türen III

Unglaubliche 10eu hat mir der Freundliche für die Plättchen abgenommen, wobei die Langlochversion (man muss dann nicht mehr die Scharniere ausbauen, um die Plättchen zu hinterlegen) nicht mehr lieferbar war… Aber der Heimwerker von heute hat ja die Flex im Schrank und stellt die Langlöcher selber her. Die Fahrerseite lies sich recht fix einstellen, bei der Beifahrerseite kamen wir aber ins Rätseln: Auf Höhe der Türhaut alles gleich, dann jedoch kam die Tür nach vorn heraus. Dies konnte eigentlich nicht sein, alle Einstellmöglichkeiten ergaben ja den parallelen Türhautverlauf… Was wir nicht bedacht hatten, war die weiche Struktur des E30. Zwei-, Dreimal kräftig die Rahmenecke nach innen gedrückt und schon passte die Linie.
Auch an der Fahrertür geht es weiter. Nils hat bereits die Rostblumen ausgeschliffen und ausgespachtelt. An sich muss nur noch gefüllert und lackiert werden. Aber das muss erstmal warten…

Samstag, 12. Juli 2008

Türen II

Nach der erfolgreichen Aufarbeitung der hinteren Türen steht nun der Einbau an. Aufgrund der recht simplen Türkinematik des E30 ist das aus- und wieder einhängen schnell erledigt. Doch nun folgten die wirklich fummeligen arbeiten. Zunächst komplettierten wir die Türen des Spenders mit den Teilen meiner alten Türen. Dabei machten wir eine interessante Entdeckung: An der Unterseite der Dreiecksfenster scheint sich gern Wasser zusammeln und folglich war das Blech an dieser Stelle mehrfach durch. Und Nils meinte noch, ich habe rostfreie Türen… Die „neuen“ Türen zeigten sich an dieser Stelle beinahe rostfrei. Glück gehabt. Den Rest besorgt das Hohlraumwachs.
Damit war es natürlich noch nicht getan, einstellen muss man Türen ja auch. Die E30 Türen haben hierfür zwei Einstellmöglichkeiten: An den Scharnierverschraubungen und über Unterlegplättchen an den Scharnieren. Beide Türen standen zu weit nach außen, sodass wir dünnere Plättchen benötigten. Fortsetzung folgt.

Montag, 30. Juni 2008

Erster E30 Stammtisch Dresden

Um 19 Uhr versammelte sich unter dem Blauen Wunder am Schillergarten eine kleine Gruppe von 9 Mann um Benzingesprächen, Haubentauchen und er Leidenschaft zum E30 zu frönen. Bei kühlem Gerstensaft gab es viel zu lachen und zu fachsimpeln. Eine Veranstaltung die der regelmäßigen Wiederholung würdig ist.








Neue Türen I

Mit Lackreiniger von Caramba, Polierpaste von Rot-Weiss und Nitroverdünnung rückten wir den beiden hinteren neuen Türen zu, um Kratzer und Sprühnebel zu entfernen. Oberhalb der Stoßleisten konnte die Polierpaste ihre ganze Stärke ausspielen. Die meisten Kratzer verschwanden und der Lack überzeugte wieder mit Tiefenglanz. Der Sprühnebel zeigte sich hartnäckig. Erst mit Verdünnung lies er sich lösen, aber hier ist noch eine weitere Behandlung von Nöten.





Sonntag, 29. Juni 2008

Reviermarkierung

Das Auto markiert sein Revier. Nicht mit Motoröl, auch nicht mit dem beliebten Servoöl der Lenkung, sondern wie vom TÜV-Prüfer prophezeit mit Getriebeöl. Der Simmering am Getriebeausgang leckte und verteilte das Öl großzügig über den Fahrzeugboden auf der Fahrerseite. Dieser mögliche Standschaden kostet an Teilen ca. 15eu plus 12eu Getriebeöl. Allerdings wurde mir eine „Scheißarbeit“ prophezeit. Wir werden sehen. Bei dieser Gelegenheit werden wir wohl auch gleich die ausgeschlagene Schaltung beheben. Alle anderen Flüssigkeiten des Fahrzeugs zeigen sich auf Sollstand, das Motoröl zeigt sich immer noch Honigfarben.

Samstag, 28. Juni 2008

Die Polen sind unterwegs

Nach der erfolgreichen TÜV-Aktion heute die erste Langstrecke: Bei Nürnberg ergab sich die Möglichkeit dellenfreie Türen in Royalblau abzuholen. Wo wir schon mal da waren, wollten wir den Schlachter noch nach weiteren sinnvollen Dingen durchstreifen.
Punkt 8 Uhr rollte ich bei Nils vor. Nils hatte sich vorbildlich um das Catering in Form eines Flammkuchens und eines Mürbeteigkuchens gekümmert. Flux wurde die Rückbank ausgebaut, um Platz zu schaffen, und 9 Uhr verließen wir Dresden Richtung Pommelsdorf bei Nürnberg. Zunächst verlief die Fahrt recht zügig und der 3er konnte uns von seinen Langstreckenqualitäten überzeugen. Zeitgemäß lief im Radio Blue System und andere peinliche Vertreter der 80er Jahre. Auf der A72 angekommen legten wir eine kleine Pause ein, die uns späteren Ärger ersparte. Keine halbe Stunde später standen wir im Stau. Auf dem gegenüberliegenden Hügel war die Autobahn in unsere Fahrtrichtung leer, also konnte der Unfall nicht weit weg sein. Erst nach 1,5 Stunden Wartezeit, vier Krankenwagen und einem Hubschrauber konnten wir die Fahrt fortsetzen. Ein Trottel hatte an seinen Suzuki Jimmy einen viel zu großen Anhänger gehangen und war vermutlich auch noch zu schnell unterwegs. Nun verteilte er sich über die 2 Spuren. Ein Corsa, ein 1er BMW und eine B-Klasse waren im Anschluss aufeinander aufgefahren.
Mit leichter Verspätung trafen wir nun ein und erlebten einen ganz eigenen BMW Fahrer. Seine Fahrzeuge gingen eher in die Tuningrichtung, was aber seinen Vorteil hatte. Denn was er ausbaute, nehme ich dankend wieder mit.







Leider zeigte sich die Beifahrertür in einem schlechteren Zustand als meine eigene. Aber immerhin ist diese Tür die einzige an meinem Royalblauen, die keine größeren Dellen hat. Die drei anderen Türen zeigten leichte Kratzer und Sprühnebel von der Ausbesserung des Radlaufs und der Lackierung eines Schwellers. Ebenso waren leichte Rostansätze zu verzeichnen, die aber im Großen und Ganzen überschaubar und leicht zu beheben sind. Weiterhin fiel mein Interesse auf das Schiebedach, das sich vollkommen Rostfrei zeigte. Nur der Klarlack war an einigen Stellen abgezogen, da einmal Racingstreifen aufgeklebt waren. Aber eine sorgsame Behandlung mit 1000er oder 1200er Schleifpapier und eine frische Schicht Klarlack sollten wieder alten Glanz erstrahlen lassen.



Weiterhin schweifte unser Blick durch die Karosse und fand so manchen Clip, den ich noch gebrauchen konnte. Zudem ergatterte ich original Lautsprecher und Abdeckungen für die Hutablage, einen Überblendregler, diverse Dichtungen und ein passendes Emblem für meinen Schaltknauf.
Kleiner Wermutstropfen war, dass leider der Kofferraumdeckel schon vergeben war. Ebenso zeigten sich die Kotflügel in einem ebenso knusprigen Zustand wie meine. Aber die Ausbeute war trotzdem erheblich



Für unseren Transport fand der für lau erworbene Regenrinnendachträger Verwendung, auf dem die neue Fahrertür verzurrt wurde. In dieser polnischen Variante ging es wieder Richtung Heimat. Am nächsten Burger King machten wir noch einmal Rast und wurden prompt von einem driftenden MB 190er nach einem Zündkerzenschlüssel gefragt. Selbstverständlich konnten wir helfen und erhielten als Dank eine e30 Mittelkonsole. So was kann man ja immer brauchen. Der Rest des Weges war unproblematisch, gegen 20 Uhr waren wir wieder in Dresden.

Freitag, 27. Juni 2008

TÜV

Heute wird es nun ernst: Wir haben uns den TÜV vorgenommen. Die gestrige Probefahrt zeigte sich zunächst unproblematisch, nur die ABS-Leuchte zuckte nach längerer Standzeit auf einmal auf. Nach einem Neustart war sie wieder verschwunden. Hier ist also noch arbeit angesagt, d.h. Sensoren nachmessen und reinigen.
Da aber das Lämpchen bei mehrfachen Starten keinen Mucks von sich gab, gings ab zum TÜV. Eigentlich wollten diese Sache in einer LKW-Werkstatt mit Verständnisvollen Tüver durchführen, da man dort aber kein AU für den 3er machen konnte, sind wir zu einer regulären Prüfstation des TÜV Süd gefahren.
Nach kurzer Wartezeit kam mein Bolide auch an die Reihe. Der Prüfer zog mit kritischen Blick um das Auto und raunte überrascht: „Das sind ja vier neue Reifen“. Scheint wohl nicht allzu häufig zu sein. Auch die Beleuchtungseinrichtungen und Hupe demonstrierten ihre Einsatzbereitschaft. Die Vorderachsbremse zeigt sich wie neu, nur Hinterachsbremse und Feststellbremse fielen leicht auf der Beifahrerseite ab, allerdings alles im Toleranzbereich. Mit freundlicher Unterstützung des Prüfers wurden auch noch die Scheinwerfer korrekt eingestellt, sodass kein Entgegenkommender geblendet werden kann. Die Lenkung stellte sich spielfrei dar, kein Wunder, es wurde eine hochwertige, neue Spurstange von Meyle verbaut. Abschließend betrachtete der Prüfer den Unterboden und nickte schon positiv „Das schaut ja alles sehr gut aus“. Bei Betrachtung des Getriebeausgangs meinte er, wir sollen auf den Ölstand im Getriebe achten, der Simmering gibt wohl häufig dein Geist auf. Damit sollte er Recht behalten, wie wir später noch feststellen sollten. Ein winziges Detail fand er noch: Aus der Scheibenreinigungsanlage kam keine Flüssigkeit. „Da müssen sie mal schauen. Aber die Pumpe läuft, mehr interessiert mich nicht…“.
Nun folgte noch die AU. Mit leicht mulmigem Gefühl begann die Messung. Eine ganze Zeit blieb der CO-Gehalt zu hoch. Aber nach ca. 5 Minuten war der Kat endlich heiß genug und erfüllte die Richtlinie. Auch die beiden Halbwellen mit dem Störgrößeneinfluss regelte er im zweiten Versuch anstandslos. Für einen 22 Jahre alten Kat ein sehr gutes Ergebnis!
Zusammenfassend zum TÜV: Mängelfrei Bestanden!
Wider erwarten, wie die Prüfer meinten… Autos im guten Pflegezustand scheinen selten zu werden.



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